Auszüge aus der Rede des Oberbürgermeisters Andreas Kretschmar zur feierlichen Ehrung des Unternehmens des Jahres 2010 am 06.10.2010

Sehr geehrte Familie Pfennig,
sehr geehrter Herr Landtagsabgeordneter,
sehr geehrte Damen und Herren Stadträte und Jugendstadträte,
sehr geehrter Herr Oberbürgermeister im Ruhestand,

geehrte Geschäftsführer von Oschatzer Unternehmen,
geehrte Unternehmer des Jahres,
geehrte Vertreter von Behörden und Vereinen,
liebe Mitarbeiter der Firma Pfennig, verehrte Geschäftspartner und Freunde,
liebe Gäste,
sehr geehrte Medienvertreter,

Unsere heutige Ehrung möchte ich mit einem Zitat von Dante Alighieri beginnen: „Der eine wartet, dass die Zeit sich wandelt, der andere packt sie kräftig an und handelt.“

Wir Politiker rufen immer, dass junge Leute gut ausgebildet sein müssen, dass sie sich politisch engagieren sollen, dass sie in ihrer Heimat eine Familie gründen sollen und dass sie mit ihrer Hände Arbeit und eigenen Ideen ihren Beitrag für unsere Gesellschaft leisten sollen.
Ich hoffe, Sie staunen jetzt nicht, dass es solche junge Männer in Oschatz gibt! Einer davon ist David Pfennig. Der Stadtrat hat die Firma Pfennig Bau GmbH und Co. KG zum Unternehmen des Jahres 2010 gewählt.

... Ich gratuliere Ihnen im Namen des Stadtrates der Stadt Oschatz und in meinem eigenen Namen.
... Sie werden das blau-weiße Logo auf den Shirts und den Fahrzeugen der Firma kennen. Wissen Sie genau, was es darstellt? Es ist nicht die Frauenkirche.
Es ist ein Gebäude in Oschatz. Vielleicht erstaunt es einige unter Ihnen, die Grafik stellt den Turm auf dem Gebäude in der Bahnhofstraße 29 dar, in dem auch die Firma Pfennig Bau GmbH und Co. KG ihren Sitz hat. ...
Pfennig erlernte sein Handwerk bei der Firma Petzold in Gaunitz und arbeitete dann mehrere Jahre bei der Firma Bernd Voigtländer, die wir vor zwei Jahren ebenfalls als Unternehmen des Jahres auszeichnen durften.
Die Firma Pfennig Bau GmbH und Co. KG gibt 18 Leuten Arbeit, zwei Lehrlinge haben jetzt ihre Ausbildung zum Hochbaufacharbeiter begonnen. Vier Lehrlinge sind schon fertig ausgebildet. In diesem Jahr hat Richard Senkel als bester Auszubildender seines Jahrgangs im Maurerhandwerk im Bereich der Handwerkskammer zu Leipzig seinen Abschluss gemacht.

Da ich David Pfennig seit vielen Jahren aus der Arbeit im Stadtrat und im Kreistag kenne, habe ich mit Interesse seinen mutigen Schritt verfolgt, nach dem Absolvieren des Meisterlehrganges und des Betriebswirtes eine eigene Baufirma, damals noch ein Einzelunternehmen, zu gründen.
Das war am 1. Mai 2004, in einer Zeit als es beim Bau alles andere als rosig aussah.
Kontinuierlich und ohne viel Aufhebens zu machen hat Pfennig Bau seinen Platz am Markt gefunden und ist stetig gewachsen.
Drei Jahre später erweiterte er seine Firma um die Geschäftsfelder Gebäudeenergieberatung und die Wärmedämmung.
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2008 erfolgte die Umfirmierung zur Pfennig Bau GmbH & Co. KG. Im gleichen Jahr begann Pfennigs Tätigkeit im Prüfungsausschuss für Gebäudeenergieberater.
Alle gemeinsam bauen zurzeit einen alten Stall in der Bahnhofstraße 29 in ein neues Bürogebäude als Passivhaus um. Denn das bisherige Gebäude am Standort in der Bahnhofstraße platzt aus allen Nähten.
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Mit Isofloc hat David Pfennig nämlich seine Marktlücke gefunden, eine neuartige bauphysikalisch sinnvolle Art Gebäude zu dämmen. In eine speziell patentierte Folie wird der Dämmstoff eingeblasen und lässt keine Fugen, Ritzen oder Ecken frei, so dass eine nahezu perfekte Dämmung erreicht wird. Im Sommer kann ein Dachgeschoss bis zu fünf Grad Celsius kühler bleiben und im Winter die Heizleistung wirklich spürbar gesenkt werden.
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So kam David Pfennig auf die nächste Idee: Dämmstoffe braucht man bei den heutigen Energiepreisen in rauen Mengen und so gründete er 2008 das Einzelunternehmen Pfennig Baustoffe, das hochwertige Dämmstoffe und Zubehör verkauft. Dazu gehören z.B. spezielle Folien und Pappen, die Schimmelbildung nach der Dämmung verhindern, da sie die Feuchtigkeit zwar raus aber nicht rein lassen.

Pfennig Bau arbeitet vorwiegend in der Gebäudesanierung, Maurer-, Putz- und Betonarbeiten, Natur- und Sandsteinarbeiten, Putz und Stuck sowie auch Wärmedämmverbundsysteme. Das Unternehmen hat auf seiner Referenzliste auch denkmalgeschützte Häuser stehen.
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Zum Spektrum der Arbeiten gehört auch baubiologisch gesundes Bauen, zum Beispiel mit Lehmputz. Zu bestaunen ist das seit fünf Jahren im Lehmhaus, das für die Landesgartenschau errichtet wurde und jetzt zum Europäischen Jugendcamp gehört. ...
David Pfennig lebt und arbeitet nicht nur in unserer Stadt, sondern ich glaube, er liebt diese Stadt. Daran lässt keinen Zweifel, wer sich politisch und ökologisch engagiert und Arbeitsplätze schafft. Außerdem unterstützt er regelmäßig das Stadt- und Vereinsfest und engagiert sich gemeinsam mit anderen Unternehmen beim Oschatzer Immobilienforum. Mit anderen jungen Männern hat er es ins Leben gerufen. Er unterstützt auch mehrere Vereine in der Stadt, ohne dass dies wöchentlich in der Zeitung zu lesen ist. An erster Stelle ist dabei das E-Werk zu nennen, das er mit persönlichem Engagement, Zeit und Geld unterstützt. Der Verein „Unter dem Regenbogen“ und die Apfelbaumschule wissen dieses Engagement zu schätzen und ich freue mich, dass beide Vereine heute hier sind.
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Sehr geehrter Herr Pfennig, ich freue mich ganz ehrlich, dass Sie heute die Auszeichnung entgegen nehmen können.
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Wir Oschatzer können wirklich stolz auf das Erreichte sein, müssen uns nicht vor dem Wettstreit mit anderen Städten fürchten. Bleiben wir mutig und optimistisch.

Denn unser Ziel ist auch weiterhin:
Oschatz – hier blüht Sachsen!
Dankeschön

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