Oschatzer Allgemeine - 18. Januar 2012

Griechische Gäste bei Pfennig Bau in Oschatz

Griechische Berufsschullehrer informieren sich bei Pfennig-Bau zum Thema Wärmedämmung und zum dualen Ausbildungssystem Griechische Lehrer machen bei Pfennig Bau in Oschatz Station / Besucher informieren sich zum Thema Wärmedämmung sowie zum dualen Ausbildungssystem

Von Hagen Rösner

Oschatz. Eine Delegation von 16 griechischen Berufsschullehrern informierte sich gestern in Oschatz zum Thema Wärmedämmung. Der Besuch ist eine Aktion der Handwerkskammer zu Leipzig, die in direktem Kontakt zur Sivitanideios School in Athen steht. „Die Lehrer kommen von der größten griechischen Berufsschule und wollen sich in Sachsen zum Thema duale Ausbildung und zur Wärmedämmung informieren“, sagt Thomas Böttcher, der bei der Handwerkskammer zu Leipzig für die Auslandsaktivitäten zuständig ist.

In Oschatz stand der Besuch des Bauunternehmens Pfennig auf dem Plan. In der Bahnhofstraße beim Firmensitz gab es von Firmeninhaber David Pfennig eine kurze Einführung in das Thema Wärmedämmung. Hier wurden die griechischen Gäste auch durch Oberbürgermeister Andreas Kretschmar begrüßt und es gab eine Führung durch das energetisch sanierte Firmengebäude. „Durch das milde Mittelmeerklima ist für viele Griechen die Wärmedämmung überhaupt kein Thema und wurde erst in den vergangenen Jahren durch Kälteeinbrüche interessant“, sagt Thomas Böttcher, der die Gruppe begleitete.

David Pfennig demonstrierte den Gästen die Isolfloc-Dämmmethode und zeigte im Anschluss auch noch, welche Feuerbeständigkeit das eingeblasene Zellulosematerial besitzt. „Wir können inzwischen zahlreiche Referenzobjekte vorweisen. Darunter befindet sich beispielsweise auch der alte Wasserturm von Strehla“, berichtete David Pfennig. Der Kontakt zwischen dem Oschatzer Bau-Unternehmen Pfennig und der Handwerkskammer zu Leipzig kam über der Umweltzentrum Trebsen zu Stande. „Möglicherweise werden die Eindrücke, die hier in Deutschland beim Thema Wärmedämmung gewonnen werden, in den Technikunterricht der griechischen Berufsschulen aufgenommen“, sagt Thomas Böttcher.

Von großem Interesse für die Griechen war aber auch das duale System bei der Berufsausbildung in Deutschland – die Verbindung zwischen Ausbildungsbetrieb und Berufsschule. Diese Verbindung gibt es in Griechenland nicht, was dazu führt, dass viele junge Menschen zwar einen Berufsabschluss haben, aber anschließend keine Arbeit finden.
Bildunterschriften:
Feuerprobe für Papierdämmstoff: David Pfennig zeigt den griechischen Gästen am praktischen Beispiel die Feuerbeständigkeit einer Zellulose-Dämmung. Außerdem informierten sich die 16 griechischen Berufsschullehrer über verschiedene Möglichkeiten der Wärmedämmung.

David Pfennig (in blauer Jacke) erläutert den griechischen Gästen das Prinzip der Einblasdämmung mit Zelluloseflocken.

Fotos: Sven Bartsch

zurück zur Übersicht