Oschatzer Allgemeine Zeitung - 24. März 2012

Natürliches Bauen mit Lehm

Haussanierung mit Lehmputz für ein hervorragendes Raumklima "Theoretisch könnte man - um es mal einfach auszudrücken - in seinem Garten eine Grube ausheben und den dort vorgefundenen Lehm im eigenen Haus als Baustoff verwenden", sagt David Pfennig und hält ein Häufchen rotbraune "Erde" in seinen Händen.

Denn Lehmvorkommen gibt es überall. Deren Förderung und Verarbeitung sei im Vergleich zu den konventionellen Baustoffen deutlich ökologischer. Das Thema Ökologie kann aber weitergeschrieben werden. "Lehm ist energie- und ressourcenschonend, wiederverwendbar, hat angenehme Oberflächentemperaturen, setzt keine Schadstoffe frei, reguliert die Luftfeuchtigkeit. Das sind die Vorteile, derentwegen sich heute immer mehr Hausbesitzer für den Baustoff Lehm entscheiden.

Wie die Bauherren auf David Pfennigs aktueller Baustelle in der Breiten Straße. Hier wird zurzeit ein Haus aus dem 19. Jahrhundert saniert, mit Lehmmauerwerk und Lehmputz an den Decken und Wänden. "Manche Leute haben eine falsche Vorstellung von Lehm", erklärt Pfennig und führt über die Baustelle. "Sicher ist Lehm in seiner Urform eher erdfarben. Doch kann man entweder ganz nach eigenem Geschmack eine eher rustikale Optik in Struktur und Farbe herstellen oder ganz modern glatte Wände herstellen und Farbe ins Spiel bringen. Man ist und bleibt in der Raumgestaltung frei." Hervorragend geeignet ist die Kombination mit einer Wandheizung. "Das bietet höchstes Behaglichkeitsempfinden und hilft zudem, wertvolle Energie zu sparen."

Auf seiner Homepage www.pfennig-bau.de zeigt der Spezialist für energetisches Bauen weitere Beispiele für die Anwendung von Lehm am Bau.
Bildunterschrift:
Nachdem Axel Fleischer den Lehm aufgetragen hat, muss er nur noch nach den Vorstellungen des Bauherren in Form gebracht werden.

Foto: Tilo Schroth

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