Amtsblatt Oschatz - 9. November 2011

Bauarbeiten fast abgeschlossen

Mitarbeiter der Firma Pfennig Bau sanieren Sandsteinelemente an der Robert-Härtwig-Schule Mittelschule bekommt bald ihren Namen

Schüler, Lehrer, Eltern und der Stadtrat hatten sich bereits seit langer Zeit gewünscht, dass die Oschatzer Mittelschule einen „richtigen“ Namen erhält.
Der Name, welcher aus der Zusammenlegung der Nord- und der Westschule vor vier Jahren entstand, hat nun ausgedient. Mittlerweile hat sich eine Schule zusammengefunden, die sich mit dem historischen Gebäude identifi ziert und in der man es genießt, gemeinsam zu lernen.

Aktuell besuchen 479 Schüler in 22 Klassen die Mittelschule, die am 30. November nach dem verdienten Bürgermeister Robert Härtwig benannt werden soll. Die Schüler hatten sich mit Fleiß und Akribie daran gemacht, über ihn zu forschen und schließlich dem Stadtrat diesen Namen vorgeschlagen. In Härtwigs Amtszeit ab 1879 wurde nicht nur 1883 die Schule am heutigen Standort eingeweiht, sondern auch das Wasserwerk, das Krankenhaus und auch der Stadtpark sind entstanden. Es war eine Zeit, in der Oschatz wuchs und gedieh und ein modernes, helles und ausreichend großes Schulgebäude nötig wurde. So zog die Schule aus dem kleinen Rektorat neben der Aegidienkirche an den neuen Standort in der Bahnhofstraße um.

Die Stadt hat seit vielen Jahren in das Gebäude investiert, die Klassenräume, Treppenhäuser und die Turnhalle sind seit mehreren Jahren fertig. Allein die Fassade machte Sorgen, die Südseite, welche von der Bahnhofstraße aus den städtebaulich prägenden Anblick bietet, musste gesperrt werden, da der Putz herabfiel. Nach langem Kampf um Fördermittel gelang es der Stadtverwaltung, aus Mitteln des „Stadtumbaus Ost“ eine Förderung in Höhe von 66 Prozent zu akquirieren und damit den insgesamt über eine Million Euro teuren Bau zu ermöglichen. 370 000 Euro wurden aus dem städtischen Haushalt für die Fassade finanziert.

Seit dem Frühjahr wurden nun die Sandsteinfassade, der Putz und die Fenster erneuert. Dies machte erforderlich, dass in den Klassenräumen, die Leitungs- und Lehrerzimmer ebenfalls gemalert wurden. Dank des stabilen Wetters im Herbst gingen die Arbeiten der Oschatzer Firmen planmäßig gut voran, allerdings werden im Frühjahr noch Restarbeiten zu erledigen sein. Die Mitarbeiter von Pfennig Bau haben in „echter Oschatzer Handarbeit“ die feingliedrige Fassade unter den aufmerksamen Augen der Denkmalschützer hergerichtet. Die Außentüren werden aufgearbeitet und sind dann wieder echte Schmuckstücke. Mit dem zur Verfügung stehenden Geld ist es möglicherweise denkbar, dass im nächsten Jahr der Ostgiebel auch saniert werden kann. Dies hat die Stadtverwaltung bei der Fördermittelbehörde beantragt und hofft, dass dies genehmigt wird.
Bildunterschrift:
Die Sandsteinelemente werden von Oschatzer Firmen in mühseliger Kleinarbeit gefertigt.

Foto: Sven Bartsch

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